Der Hauptsaal des Restaurants La Cantine du Faubourg

La Cantine du Faubourg in Paris – Frankreich

Der Hauptsaal des Restaurants La Cantine du Faubourg

Der Hauptsaal des Restaurants La Cantine du Faubourg © Christian Horn

« La Cantine du Faubourg », im Zentrum von Paris, erstreckt sich auf insgesamt 900m2 mit einem Saal von 450m2, einem VIP Raum, einem Zwischengeschoss und einer entsprechend ausgestatteten Küche. Bis zu 200 Personen finden in dem neu eröffneten Szene Restaurant im achten Arrondissement Platz. Die Dekoration mit den Möbeln im dunklen Wengé-Holz und der roten, himbeerfarbenen Beleuchtung setzt den Akzent auf eine einladende, ruhige Atmosphäre.

Die gut geplante Beleuchtung bildet, wie in einem Theater, ein wichtiges, den Raum strukturierendes  Element. Die roten, grünen und blauen Neonröhren können das gesamte Spektrum des sichtbaren Lichtes erzeugen. Das Konzept der farbigen Beleuchtung erzeugt den Eindruck des Schweben der Wände, der Decke und der Einrichtung. Die traumhafte Atmosphäre soll der Besucher aus seiner alltäglichen Welt herauszulösen.

Da das Restaurant nur eine kleine Fläche im Erdgeschoss besitzt, ist eines der Hauptelemente eine majestätische Treppe,  die über 4 m in das obere Stockwerke führt. Die Steigungen der Treppe sind verglast und durch Strahler von hinten beleuchtet, so dass die Auftritte nur horizontale Linien bilden.

Der separate VIP-Saal des Restaurants La Cantine du Faubourg

Der separate VIP-Saal des Restaurants La Cantine du Faubourg © Christian Horn

Ein System von doppelten Zwischendecken und weißen Trennwände bringt die sensiblen und wechselnden Farben zur Geltung. Jede Zwischenwand erscheint eigenständig und losgelöst von seiner Umgebung, abgehängt durch die farbige Beleuchtung und leicht vibrierend. Die Farbgebungen werden durch ein digitales System gesteuert und variieren im Laufe des Abends je nach dem geplanten Thema.

Mehrere Leinwände verstecken sich hinter Vorhängen. Eine eindrucksvolle Technik mit 10 Projektoren und entsprechendem Soundsystem, machen sie zu offene Fenster und erweitern den Raum über die Wände hinaus. Je nach Tag und Atmosphäre stellen sie abwechselt Filme, Landschaften oder Bilder dar.

Die Designer des Restaurants erreichen mit Hilfe von Farben, Tönen und Beleuchtung einen festen Raum schweben und sich verändern zu lassen. Die Wände bleiben stehen und doch betritt man bei jedem Besuch ein etwas anderes Restaurant.

Autor: Christian Horn leitet das Architektur und Planungsbüro rethink

Text veröffentlicht in der Zeitschrift Baumeister, 04/2002

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