Kazan Smart City in Tatarstan

Kazans neue Städte – Russland

Der Kreml von Kazan in Tatarstan

Der Kreml von Kazan in Tatarstan © C.Horn, 2014

Kazan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan in Russland, möchte verstärkt von sich reden machen. 2005 feierte die an der Kazanka und der Wolga gelegene Stadt ihr 1000-jähriges Bestehens und ein großer Teil der historischen Altstadt wurde für diese Gelegenheit restauriert. Dabei gehört der Kazaner Kreml, von Iwan IV. im 16. Jh. errichtet, seit 2000 zum Weltkulturerbe.

Die Stadt möchte dynamisch und modern in den weltweiten Wettbewerb der Städte und Metropolen eintreten. Die Modernisierung der Sportstätten und Unterstützung der Sportvereine ist im Gange, um mit internationalen Events in die Schlagzeilen zu kommen. So organisierte Kazan 2013 erfolgreich die Universiade, die Weltsportspiele der Studenten, und eines der Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 könnte neben St. Petersburg in Kazan stattfinden.
Kazan Smart City in Tatarstan

Kazan Smart City in Tatarstan © Smart City 2014

Neue Satellitenstädte sollen die stark von der Ölindustrie abhängige Wirtschaft von Tatarstan diversifizieren. Zwei größere Projekte sind kurz vor Baubeginn, Kazan Smart City und Innopolis. Innopolis soll in Zukunft auf 20 km² eine Bevölkerung von 155 000 Einwohnern beherbergen. Smart City, welches zwischen Kazan und dem Flughafen gebaut wird, soll auf 6,5 km² um die 60000 Einwohner bekommen. Beide neuen Städte haben das Ziel Investoren und Firmen der Informatik, Technologie, Medizin und Forschung zu ködern.

Denn die Anziehungskraft des nur 800 km östlich gelegenen Magneten Moskau zieht mit seinen um einiges höheren Löhne und Möglichkeiten die qualifizierten Fachkräfte der russischen Städte an. Kazan hofft mit einem dynamischen Image, neuen Stadtvierteln mit höherer Lebensqualität und seine günstige Lage auf der Route von Europa nach Asien eine Alternative zu sein. Dabei sollen Smart City und Innopolis lebendige und durchmischte Stadtviertel werden und keine Gated Communities.

Autor: Christian Horn leitet das Architektur und Planungsbüro rethink

Texte veröffentlicht in der Zeitschrift Der Architekt, N° 2/2014

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